1946: |
Ein neues Linienschiff für den Transatlantikdienst wird von der Svenska Amerika Linjen bei den Götaverken in Göteborg in Auftrag gegeben. |
09. 09. 1948: |
Stapellauf. |
10. 1947: |
Erprobungsfahrt. |
07. 02. 1948: |
Fertigstellung und Ablieferung der Stockholm an die Reederei Svenska Amerika Linjen mit Sitz in Göteborg. Sie ist mit einer Vermessung von 12.165 Bruttoregistertonnen (BRT) das zur damaligen Zeit kleinste Linienschiff auf dem Nordatlantik, aber gleichzeitig das größte, jemals in Schweden gebaute Passagierschiff. Zum Zeitpunkt der Ablieferung finden 395 Passagiere Platz, davon 113 in der ersten Klasse und 282 in der Touristenklasse. Gleichzeitig können ca. 3.000 Tonnen Fracht transportiert werden. |
21. 02. 1948 - 01. 03. 1948: |
Jungfernfahrt vom schwedischen Göteborg nach New York. |
1953 - 12. 02. 1954: |
Die Stockholm wird in auf der Werft AG Weser in Bremen umgebaut. An den Decksaufbauten wird Hand angelegt: Die teils offenen Decksbereiche im vorderen und hinteren Bereich des A-Decks werden geschlossen und bieten so den Raum für den Einbau von weiteren Kabinen. Damit erhöht sich die Passagierkapazität auf 548 Personen. |
27. 05. 1956: |
Die Stockholm kollidiert in dichtem Nebel nach dem Auslaufen von New York vor dem Leuchtturm von Nantucket mit dem italienischen Passagierschiff ANDREA DORIA. Der nahezu doppelt so große italienische Liner wurde mittschiffs auf der Steuerbordseite getroffen, 11 Stunden später sank das Schiff. Trotz des nahezu komplett zerstörten Bugs erreichte die Stockholm den Hafen von New York City nachdem ein Teil der Passagiere und Besatzungsmitglieder der ANDREA DORIA aufgenommen worden sind. Auf der ANDREA DORIA kamen 47 Menschen ums Leben, auf der Stockholm waren fünf Opfer zu beklagen. |
05. 11. 1956: |
Nach der Reparatur der Schäden auf der Werft Bethlem Steel in New York kehrt die Stockholm in den Dienst zurück. |
1956 - 1956: |
Bei einem weiteren Refit wird oberhalb der Ladeluke III eine Kinosaal überbraut und der darunter liegende Laderaum III für eine andere Nutzung dem jeweiligen Deck zugeführt. Die Vermessung wurde jetzt mit 12.644 BRT angegeben. |
15. 05. 1959: |
Aufgrund der doch geringen Größe und der damit einhergehenden Probleme beim Einsatz im Transatlantikdienst entscheidet sich die Reederei Svenska Amerika Linjen das kleinste Schiff der Flotte zu verkaufen. Der Freie Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) der DDR mit Sitz in Rostock kauft das Schiff. Die Übergabe soll im darauffolgenden Jahr efolgen. Als neuer Eigner der Stockholm wird die VEB Deutsche Seereederei, Rostock, registriert. |
03. 01. 1960: |
Gleich zu Jahresbeginn erfolgt die Übergabe des nun in Völkerfreundschaft umbenannten Schiffes. Es wird für Kreuzfahrten des Gewerkschaftbundes in der Ostsee eingesetzt. |
23. 02. 1960: |
Die Völkerfreundschaft startet zur Jungfernfahrt und wird von da zusammen mit dem Neubau FRITZ HECKERT eingesetzt. |
1961: |
Mit dem Bau der Mauer in Berlin reduziert sich die Zahl der Häfen, die angelaufen werden können auf die Häfen in kommunistischen Bruderstaaten. Ein neues Ziel war Kuba, jedoch musste die Völkerfreundschaft wegen der schwelenden Kubakrise nach einem kurzen Bunkerstopp bereits wieder die Heimreise nach Ost-Deutschland antreten. |
1964: |
Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund übernimmt die Bereederung, jedoch erfolgt die meiste Zeit des Jahres der Einsatz in westeuropäischen Länder. |
1966 - 1985: |
Da in den Wintermonaten Kreuzfahrten in der Ostsee nur bedingt möglich waren wird das Schiff daher für kalte Jahreszeit langfristig an die schwedisch Stena-Line verchartert, die das Schiff ihrerseits für Kreuzfahrten in wärmeren Gefilden wie in die Karibik, aber auch auf Reisen zum Nordkap einsetzt. Für Einwohner der DDR waren Kreuzfahrten aufgrund der strengen Ausreisebestimmungen keine Option. |
1974: |
Als neuer Eigner wird für das Schiff nun die VEB Deutfracht/Deutsche Seereederei mit Sitz in Rostock eingetragen. |
04. 1985: |
Das Schiff wird an die panamische Neptunus Rex Enterprises verkauft. Mit dem neuen Namen Volker wird das Schiff zunächst im norwegischen Holmestrand im Oslofjord aufgelegt. |
11. 12. 1985: |
Der Schleppzug erreicht Southampton, wo das Schiff weiter aufgelegt wird. |
20. 12. 1986: |
Nach ziemlich genau einem Jahr wird das Schiff in Fridtjof Nansen umbenannt und wieder nach Oslo geschleppt, um dort als Unterkunftsschiff für Flüchtlinge eingesetzt zu werden. |
25. 12. 1986: |
Ankunft in Oslo. |
05. 1989: |
Die italienische Reederei Star Lauro Societeta per Anzoni mit Sitz in Neapel kauf das Schiff mit dem Vorhaben es als SORRENTO wieder für Kreuzfahrten einzusetzen, jedoch ändert sich an Liegeplatz und Aufgabe zunächst nichts. |
06. 05. 1993 - 27. 05. 1993: |
Das Schiff wird von Oslo nach Genua in Italien geschleppt und zunächst dort weiter aufgelegt. |
1993: |
Das Schiff wird auf der Werft Varco Chiappella al Molo Giano in Genua umfangreich umgebaut. Gleichzeitig wir es in Italia I umbenannt. Während der Umbauarbeiten wird der sehr gute Gesamtzustand des Schiffes festgestellt. Lediglich der in den USA ersetzte Rumpf musste grundlegend erneuert werden. Gleichzeitig wurden die Hauptmaschinen durch stärkere Motoren ersetzt. Durch neuen Decksaufbauten, die sowohl nach vorne als auch nach achtern raus verlängert wurden, sowie einer neuen Kommandobrücke, musste zum Erhöhen der Stabilität ein sogenanntes "Duck-Tail" am Heck installiert werden was das Schiff um einige Zentimeter verlängerte. Nach erfolgtem Umbau beläuft sich die Vermessung auf 15.614 BRZ |
10. 1994: |
Nicht ein Jahr später erfolgt ein erneuter Namenswechsel in Italia Prima, gleichzeitig wird als neuer Eigner Nina Cia. die Navigazione in Neapel registriert und es erfolgt nach erfolgreichem Abschluss der Werftarbeiten die Ablieferung. |
31. 10. 1994: |
Erste Kreuzfahrt im Mittelmeer. |
22. 12. 1995: |
Neckermann Seereisen unterzeichnen einen auf fünf Jahre ausgelegten Chartervertrag und setzen die Italia Prima bereits im gleichen Monat für Kreuzfahrten in der Karibik ein. |
06. 01. 1998: |
Wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen Neckermann Seereisen steckt, wird das Schiff in Genua aufgelegt. |
1998: |
Für fünf Monate wird das Schiff in Lissabon als Ausstellungsschiff zum Einsatz kommen. |
09. 1998: |
Das Schiff wird von der Air Maritim Seereisen (Valtur Tourist) gechartert und in Valtur Prima umbenannt. Es erfolgt der Einsatz auf Karibikkreuzfahrten die auch Kuba ansteuern. |
2001: |
Das Schiff wird in Havanna auf Kuba aufgelegt. |
2002: |
Die griechische Reederei Festival Cruises erwerben in jenem Jahr das Schiff und benennen es in Caribe um. Weiterhin soll Kuba angelaufen werden. |
2004: |
Nach dem Aus von Festival Cruises erwirbt der Reeder George P. Potamianos das Schiff für seine Reederei CIC Classic International Cruises. |
06. 01. 2005: |
Der Eigner CIC Classic International Cruises SA übernimmt das Schiff und lässt es dem neuen Namen Athena registrieren und unter der Flagge Zyperns in Fahrt bringen. |
2007: |
Das Schiff wird an den deutschen Reiseveranstalter Vivamare Urlaubsreisen verchartert, der jedoch zwischenzeitlich in Insolvenz ging. |
08. 12. 2008: |
Im Golf von Aden wird die Athena von Piraten attackiert. Es wird berichtet, dass 29 Piratenboote das Schiff umkreisten, bis der Überflug durch ein Flugzeug vom Typ Orion der US Navy einige der Boote vertreiben konnte. Durch den Einsatz von Hochdruck-Wasserkanonen konnte die Crew ein Entern der Piraten verhindern. Niemand wurde verletzt und die Athena konnte ihre Reise nach Australien unbeschädigt fortsetzen. |
12. 12. 2008: |
Kurze Zeit später wird das Schiff an die italienische Reederei First Quality Cruises Inc. mit Sitz in Neapel verkauft. Gleichzeitig erfolgt der Eintrag ins italienische Flaggenregister. |
05. 2009: |
Das Schiff wird in das portugiesische Flaggenregister eingetragen, neuer Heimathafen ist Funchal auf der Insel Madeira. Gleichzeitig chartert der Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen die Athena kurzfristig als Ersatz für die ALEXANDER VON HUMBOLDT ein. Dafür wird der Schornstein firmentypisch mit einem türkisen Anstrich versehen und das Firmenlogo angebracht. |
17. 09. 2012: |
Die Athena wird neben einem weiteren Schiff des Eigners in Marseille auf Grund nicht gezahlter Treibstoffrechnungen an die Kette gelegt. |
05. 2013: |
Die neue gegründete Reederei Portuscale Cruises kauft das Schiff und nennt es Azores. Gleichzeitig wird ein Chartervertrag mit dem deutschen Reiseveranstalter Ambiente Kreuzfahrten. |
10. 09. 2013: |
Als Eigner wird Island Cruises - Transportes Marítimos, Unipessoal Ltda. registriert, als Schiffsmanager SCMA eingetragen. |
05. 2014: |
Mit einer Reise von Lissabon nach Bremerhaven beginnt die Zusammenarbeit mit dem deutschen Reiseveranstalter Ambiente Kreuzfahrten, die das Schiff gechartert haben. |
05. 09. 2014: |
Auf Grund schlechter Buchungszahlen wurde die Zusammenarbeit beendet. |
05. 2014: |
Die letzte Reise der Azores endet in Genua. |
01. 2015: |
Nach dem Zusammenbruch von Portuscale im vergangenen Jahr sicherte sich der Verwalter des formellen Eigner des Schiffes, die Island Cruises - Transportes Marítimos, Unipessoal Ltda. einen Chartervertrag Cruise & Maritime Voyages wo sie die DISCOVERY ersetzt. Die erste Reise führt von den Avonmouth Docks in die Karibik. |
03. 2016: |
Das Schiff erhält den Namen Astoria wird in der Sommersaison des selben Jahres für Reisen in Nordeuropa und im Mittelmeer eingesetzt. |
05. 2016 - 03. 2017: |
Für ein knappes Jahr wird das Schiff an Rivages du Monde weiterverchartert. |
06. 2016: |
Es wird bekannt gegeben, dass die Astoria nach Ende ihrer letzten Kreuzfahrt am 27. April 2017 die Flotte von CMV verlassen wird. |
02. 2017: |
Etwas überraschend gibt CMV bekannt, das Schiff über das ursprünglich angesetzte Ende hinaus bis 2018 weiter betreiben möchte. |
03. 2017: |
Das Schiff wird wieder von Cruise & Maritime Voyages für eigene Reisen eingesetzt. |
01. 01. 2020: |
Die Astoria wird für Kreuzfahrten im Golf von Kalifornien an der Westküste Mexikos eingesetzt. Ursprünglich war der Einsatz schon zu Dezember des vergangenen Jahres geplant, fand so aber nicht statt. Es soll die letzte Saison für CMV werden. |
15. 02. 2020: |
Die Beginn der letzten regulären Reise vor der Corona-Pandemie. |
22. 02. 2020: |
Die Astoria passgiert den Panama-Kanal. |
26. 02. 2020: |
Das Schiff liegt vor Sint Eustatius auf Reede. |
10. 03. 2020 - 14. 03. 2020: |
Die Astoria liegt im Hafen von Poole. |
15. 03. 2020: |
Für einen längeren Zeitraum wird das Schiff im Hafen von Tilbury aufgelegt. |
23. 09. 2020: |
Es wird vermeldet, dass die Astoria im kommenden Monat zum Eigner nach Lissabon geschleppt werden soll. |
21. 10. 2020: |
Die Astoria wird vom Hafen von Tilbury ans andere Themseufer bei Northfleet verholt um von dort aus auf den Schlepp durch den Schlepper MONTE DE LUZ vorbereit zu werden. |
23. 11. 2020: |
Mit gut einem Monat Verspätung verläßt die Astoria am Haken des Schleppers BRENT die Themse. Jedoch scheitert der Schleppversuch, vermutlich wegen Problemen an der Ruderanlage. |
05. 12. 2020 - 13. 12. 2020: |
Ein neuer Anlauf. Allerdings wird die Astoria nicht wie ursprünglich geplant nach Lissabon sondern nach Rotterdam geschleppt und dort im Waalhaven aufgelegt. |
17. 02. 2021: |
Der ehemaliger Eigner Portuscale scheint Insolvenz angemeldet zu haben. |
01. 03. 2021: |
In einer Auktion soll die Astoria zu einem Mindestgebot von 10 Mio. US-Dollar versteigert werden. Allerdings wurde bis Juli kein Gebot platziert. |
07. 2021: |
Eine Gruppe amerikanischer Investoren, die als Roundtable LLC mit Sitz in Puerto-Rico firmiert, welche bereits M/S FUNCHAL ersteigert hat, hat die Astoria ersteigert und möchten es zwischen Lissabon. |
08. 2021: |
Als neuer Eigner der Astoria wird die Teamson LDA mit Sitz in Funchal auf Madeira eingetragen, die auch das Schiffsmanagement übernimmt. |
24. 02. 2022: |
Während der Februar-Stürme reißt sich die Astoria los und treibt antriebslos im Hafen von Rotterdam und kollidierte dort mit auf der gegenüberliegenden Seite liegenden M/S SEATRADE ORANGE. An beiden Schiffen entsteht leichter Sachschaden |
30. 03. 2022: |
Das Schiff soll ein weiters Mal versteigert werden. |
31. 10. 2022: |
Eine schottische Werft bekundet Interesse an dem Schiff, allerdings nur um es abzuwracken. |
31. 01. 2023: |
Es wird der Verkauf an indische Abbrecher vermeldet, was jedoch tags drauf von dem Eigner bestritten wird. |